Der schwache Nordwind und die optimistischen Thermikprognose (Steigwerte bis 5 m/s und Basis bei 1.500 m) waren die besten Vor­aussetzungen mal eine geschlossene Aufgabe von Sevelen aus zu versuchen. Ich hatte geplant erst Mal Richtung Venlo zu fliegen. Auf dem ersten Schenkel kann ich dann noch immer entscheiden ob ich hier den ersten Wendepunkt lege und dann Richtung Osten fliege. Sollte der Wind doch stärker sein als erwartet, kann ich ab Venlo weiter Richtung Süden fliegen.

Nach meinem ersten Start um 12:50 Uhr fand ich südlich des Startplatzes den Einstieg: in einem Zug ging es mit durch­schnitt­lich 2 m/s bis auf 1.250 m hoch. Den nächsten Bart fand ich hinter Nieukerk. Über Wachtendonk zeigten mir zwei Segelflieger die nächste Thermik. Nach einigen Suchkreisen habe ich dort auch den Einstieg gefunden, allerdings war diese Thermik alles andere einfach zu zentrieren. Ich mußte oft Nachzentrieren und Suchen um die Thermik nicht zu verlieren: Ganz schöne mühsam.

Ich entschloss mich hier den ersten Wendepunkt zu legen und weiter Richtung Osten zu fliegen. Vor Kempen sah ich ein paar Greifvögel in die Höhe schiessen. Zwei Minuten später war ich an der Stelle und es zog mich mit teilweise 5 m/s bis auf 1.320 m hoch. Was für ein Spaß.

Ich flog weiter parallel der A40 über Neukirchen-Vluyn bis zur Halde Nordeutschland, wo ich die zweite Wende setzte. Mit 1.000 m Höhe machte ich mich auf den Rückweg nach Sevelen. Ich schaffte es dank der tollen Gleitleistung meines Mantras noch über den Höhenzug und landete auf der frisch gemähten Wiese der Modellflieger. Schade das es für die letzten Kilometer bis zum Startplatz nicht mehr gereicht haben.

Aber immerhin ein 38,8 km flaches Dreieck. 😉

Danke Herbert für die schönen Bilder.